Geschichte

 

Unsere Schule, das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, liegt im Zentrum der küstennahen Stadt Oldenburg in Holstein. Es wurde am 20. Juni 1908 als Verein für höhere Privat-, Knaben- und Mädchenschule in Oldenburg in Holstein eröffnet, trug jedoch damals noch nicht den heutigen Namen. Am 1. Oktober desselben Jahres fand erstmals Unterricht mit 40 (aus 50 angemeldeten) ausgewählten Schülern am ersten von insgesamt drei verschiedenen Standorten, in der Schuhstraße 101, statt. Bereits zwei Jahre später zog die Schule wegen Platzmangels in den Neubau auf dem 4000 m² großen Grundstück an der Hoheluftstraße. Erst 1931 erhielt die Einrichtung ihren aktuellen Namen, der vom Ministerium genehmigt werden musste. Bis zu diesem Zeitpunkt fand – mit Ausnahme von 1914 bis 1918 (Erster Weltkrieg) – durchgehend regulärer Unterricht statt.

Doch auch das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium blieb vom Nationalsozialismus nicht verschont. Maßnahmen wie die Aushebung eines Luftschutzgrabens, die Umfunktionierung der Sporthalle zum Getreidelager oder zweimonatige Kohleferien beeinträchtigten den üblichen Schulalltag. Ebenfalls wurde die Schule der Organisation der Hitlerjugend untergeordnet. In den letzten Kriegsmonaten fand eine Beschlagnahmung und Umwandlung in ein Marinelazarett statt. Erst am 9. März 1946 wurde die Entlassung aller Lehrkräfte annulliert und der Schulbetrieb wieder aufgenommen.

Das neue Hauptgebäude in der Adolf-Friedrich-Straße wurde erst im Jahre 1967 bezogen, ein Jahr darauf wurde die dazugehörige Turnhalle fertiggestellt. Für die Schüler der Unterstufe wurde der „Kükenstall“ errichtet, die Aula folgte 1973. Zehn Jahre später wurde der Verein der Freunde und Förderer ins Leben gerufen, der die Schüler bis heute mit Zuschüssen für Klassenausflüge, -fahrten und Ähnliches unterstützt. Die Cafeteria, die von Eltern ehrenamtlich geführt wird, wurde im August 2004 offiziell eröffnet. Anlässlich des 100-jährigen Schuljubiläums fand im Juli 2008 eine Festwoche statt. Im Schuljahr 2008/2009 wurde der erste G8-Jahrgang eingerichtet, der 2013 mit dem letzten G9-Jahrgang zusammen in die Einführungsphase der Oberstufe eintrat. 2010 folgte die Wiederbelebung der Steinpost, einer schulinternen Zeitung, die sich in den folgenden Jahren als wesentliche Unterhaltungs- und Informationsquelle für die Schüler, aber auch für Lehrer und vor allem Eltern behaupten kann. Im Januar 2011 wurde das Theatergebäude modernisiert und ein Musikraum angebaut. Die alte Cafeteria zog in die neue Mensa im Aulakomplex und bietet für bis zu 100 Schülerinnen und Schüler Platz. Im November folgte die energetische Sanierung des „Kükenstalls“. Im gleichen Zeitraum wurden die Fachräume sowie einige Klassenzimmer der Schule mit Computern, Beamern und Internetzugang ausgestattet. 2013 wurde ein zusätzlicher Computerraum erbaut: Die Schule verfügt nun über zwei modern eingerichtete PC-Räume mit 30 Arbeitsplätzen und Smartboards. Im November 2014 wurde die Schülerzeitungsredaktion mit zwei modernen Tablets ausgestattet und die neue, redesignte „Ausgabe 10“ veröffentlicht. Neben dem neuen Schülerzeitungslogo wurde auch die neue Webpräsenz in Betrieb genommen. Mit der Plattform integrierte die Steinpost als eine der ersten Schülerzeitungen ein WebMag (InternetMagazin) und kombiniert so gedruckte Inhalte mit interaktivem Content. Für diese crossmediale Arbeit wurde sie 2015 mit dem Sonderpreis des Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ausgezeichnet.

Zurzeit besuchen ca. 700 Schüler das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium.
Seit Januar 2015 wird die Schule von Direktor André Bigott geleitet. Seine Vorgänger waren Dr. Karl Löschhorn (1909-1910), Herr Liedke (1910), Otto Spieß (1911-1915), George Schaub (1923-1927), Fritz Hamann (1927-1945), Dr. Peter Clausen (1946-1950), Dr. Kurt Hoffmann (1951-1955), Dr. Erich Thielecke (1955-1963), Erich Koglin (1964-1979),  Dr. Dieter Klinck und Bernhard Koslowski (2001-2014). Fünfmal in der Geschichte der Schule waren die Direktorenstellen z.T. für einen mehrjährigen Zeitraum vakant. Herr Bigott ist damit in der mehr als hundertjährigen Geschichte der Schule der zwölfte Schulleiter.